Beim Bau von Garageneinfahrten, Terrassen, Wegen und Plätzen rund um's Haus muss einiges beachtet werden. Mit dem richtigen Know-how und den passenden Produkten können diese Bereiche sicher und langlebig erstellt werden. In diesem Blog-Beitrag wird, angefangen beim Regelwerk bis zur praktischen Ausführung, aufgezeigt, worauf es ankommt.
Know-how – Regelwerk
Theoretisches Wissen zu Belagskonstruktionen und -materialen sind die Grundvoraussetzung dafür, Beläge im Außenbereich fachgerecht erstellen zu können. Umfangreiches Detail-Wissen ist in dem Regelwerk: ZTV-Wegebau: Zusätzliche Technische Vertragsbedingungen für den Bau von Wegen und Plätzen außerhalb von Flächen des Straßenverkehrs zu finden.
Dieses Regelwerk stand Pate für das Kapitel 8 des Profi-Planers, in dem diese Details noch einmal erklärt und mit den dafür verwendbaren Produkten verknüpft sind.
Darin finden sich Infos zu
- Allgemeinem
- Belagsmaterialien
- Drainfähigen Belagsaufbauten
- Nutzungskategorien
- verschiedenen Bauweisen (ungebundene - gebundene Bauweise, Mischbauweise)
- Gebäudesockel
- Pflasterungen in Tiefgaragen
- Schachtringe und Entwässerungsrinnen
Das Wichtigste davon ist nachfolgend beschrieben.
Drainfähigie Belagsaufbauten

Die Wasserdurchlässigkeit der Konstruktion muss von oben nach unten zunehmen, damit sich kein eingedrungenes Wasser in der Konstruktion anstauen kann. Die Wasserdurchlässigkeit (Permeabilität) eines Materials wird mit dem Durchlässigkeitsbeiwert kf angegeben.
Dieser berechnet sich aus: Wassermenge (m³) / Fläche (m²) x Zeit (s) = kf (m/s) Wasserdurchlässigkeit nach DIN 18130:
- sehr stark durchlässig, z. B. reiner Kies: > 10-² m/s
- durchlässig, z. B. feinkörniger Sand: 10-⁴ bis 10-⁵ m/s
- sehr schwach durchlässig, z. B. Ton, Schluff: < 10-⁸ m/s
Pflaster und Platten gelten als versickerungsfähig, wenn die maßgebende Bemessungsregenspende von 270 l/(s x ha) vollständig versickern kann: 270 l/(s x ha) = 0,27 m³/s x 10.000 m² = 2,7 x 10-⁵ m/s
Ungebundene Bauweise

Die grundsätzlichen Anforderungen lauten, dass die Konstruktion dauerhaft wasserdurchlässig sein muss und sich aus Tragschicht (1), Bettung (2), Belagsmaterial (3) und Fugenfüllung (4) zusammensetzt.
Gebundene Bauweise
Bei der gebundenen Bauweise sind in allen Konstruktionsschichten Bindemittel enthalten. Dadurch lassen sich stabile, belastbare Beläge erstellen. Die Tragschicht muss so bemessen sein, dass keine schädlichen Verformungen entstehen.

- Tragschicht aus Drainbeton
- drainfähiger Bettungsmörtel PCI Pavifix DM
- Haftschlämme PCI Repahaft oder PCI Carrament
- wasserundurchlässige Fugenmörtel PCI Pavifix CEM/CEM Rapid/ROC oder
- wasserdurchlässige Fugenmörtel PCI Pavifix 1K Extra oder PCI Pavifix PU
- Bewegungsfugen: PCI Elritan 140
Passend dazu
Mischbauweise für Natursteinpflaster, -platten und Outdoorkeramik
Bei der Mischbauweise wird unterschieden in Mischbauweise auf Tragschicht ohne Bindemittel mit gebundenen Fugen und
- mit gebundener Bettung
- mit ungebundener Bettung

- ungebundene Tragschicht
- gebundene Bettung aus PCI Pavifix DM
- Haftschlämme PCI Repahaft oder PCI Carrament
- Belag aus Natursteinplatten oder Outdoorkeramik
- wasserundurchlässige Fugenmörtel PCI Pavifix CEM/CEM Rapid/ROC - für Natursteinpflaster - oder wasserdurchlässige Fugenmörtel PCI Pavifix 1K Extra - für verfärbungsunempfindliche Natursteinplatten und Outdoorkeramik - oder PCI Pavifix PU
- Bewegungsfugen: PCI Elritan 140
Passend dazu
Aufbau mit ungebundener Bettung:
- ungebundene Tragschicht
- ungebundene Bettung
- Belag aus Natursteinpflaster, -platten oder Outdoorkeramik
- wasserdurchlässige Fugenmörtel PCI Pavifix 1K Extra (für verfärbungsunempfindliche Natursteinplatten und Outdoorkeramik) oder PCI Pavifix PU
- Bewegungsfugen: PCI Elritan 140
Passend dazu
Anschlüsse ans Gebäude

Für das Abdichten am Gebäudesockel kann verwendet werden:
- polymermodifizierte Bitumendickbeschichtung PMBC PCI Pecimor 1K/2K
- Kaltselbstklebebahn KSK PCI Pecithene
- mineralische Dichtungsschlämme MDS PCI Barraseal Turbo
Passend dazu
Andichten an bodengleiche Fenster

Bei Abdichtungen mit KSK:
- Dichtecken PCI Pecithene I 90/A 90
Bei Abdichtungen mit PMBC und MDS:
- Dichtband PCI Pecitape 120/250/PB
- Dichtecken PCI Pecitape 90 °I/90 °A
Tiefgarage - Schutz der aufgehenden Betonbauteile
Grenzen durchlässige Pflaster-Bodenflächen an Betonoberflächen von Wänden und Stützen an, sind diese vor schädigender Belastung durch Salzwasser zu schützen. Hierfür eignen sich Beschichtungen, die die Anforderungen der RiLi-SIB („Richtlinie Schutz und Instandsetzung von Betonbauteilen“, herausgegebenvom Deutschen Ausschuss für Stahlbeton) an einen OS5b-Oberflächenschutz erfüllen.
Vorgehensweise:

- Außenecken abschrägen, in Innenecken eine Hohl-/Dichtungskehle mittels PCI Polyfix Plus L herstellen
- Grundieren der trockenen Oberflächen mit PCI Gisogrund 404
- mind. zweimaliges Auftragen von PCI Barraseal Turbo, Trocken-Schichtdicke mind. 2 mm.
Passend dazu
Schachtringe und Entwässerungsrinnen

Die dabei verwendeten Materialien müssen frost- und tausalzbeständig sein, sowie, insbesondere im Fall von zeitbedrängten Sanierungen, schnell erhärten und belastbar sein.
Dafür sind geeignet:
- PCI Polyfix Plus/Plus L, Fluid
und besonders bei tiefen Temperaturen:
- PCI Repafast Tixo/Fluid