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21. März 2025  (aktualisiert am 17. Juli 2025)

GaLa-Bau - Wege und Plätze erstellen

von  PCI | 8 Min. Lesezeit | #PCI  #Wege  #Plätze  #Garageneinfahrt  #Terrassenbau 

Beim Bau von Garageneinfahrten, Terrassen, Wegen und Plätzen rund um's Haus muss einiges beachtet werden. Mit dem richtigen Know-how und den passenden Produkten können diese Bereiche sicher und langlebig erstellt werden. In diesem Blog-Beitrag wird, angefangen beim Regelwerk bis zur praktischen Ausführung, aufgezeigt, worauf es ankommt.

Know-how – Regelwerk

Theoretisches Wissen zu Belagskonstruktionen und -materialen sind die Grundvoraussetzung dafür, Beläge im Außenbereich fachgerecht erstellen zu können. Umfangreiches Detail-Wissen ist in dem Regelwerk: ZTV-Wegebau: Zusätzliche Technische Vertragsbedingungen für den Bau von Wegen und Plätzen außerhalb von Flächen des Straßenverkehrs zu finden.

Dieses Regelwerk stand Pate für das Kapitel 8 des Profi-Planers, in dem diese Details noch einmal erklärt und mit den dafür verwendbaren Produkten verknüpft sind.

Darin finden sich Infos zu

  • Allgemeinem
  • Belagsmaterialien
  • Drainfähigen Belagsaufbauten
  • Nutzungskategorien
  • verschiedenen Bauweisen (ungebundene - gebundene Bauweise, Mischbauweise)
  • Gebäudesockel
  • Pflasterungen in Tiefgaragen
  • Schachtringe und Entwässerungsrinnen

Das Wichtigste davon ist nachfolgend beschrieben.

Drainfähigie Belagsaufbauten

Abbildung von Versicherungsfähigkeit von verschiedenen Schichten der Erde und Bepflasterung
Kommunen lassen in die Berechnung der Abwassergebühren die Größe der versiegelten Flächen einfließen. Für drainfähige Belagskonstruktionen – also Konstruktionen, die keine versiegelnde Wirkung haben – fallen in der Regel keine Abwassergebühren an, denn das Regenwasser versickert vor Ort. Drainfähige Konstruktionen entsprechen den Vorgaben des Wasserhaushaltsgesetzes, welches eine ortsnahe Entwässerung vorsieht.
Die Wasserdurchlässigkeit der Konstruktion muss von oben nach unten zunehmen, damit sich kein eingedrungenes Wasser in der Konstruktion anstauen kann. Die Wasserdurchlässigkeit (Permeabilität) eines Materials wird mit dem Durchlässigkeitsbeiwert kf angegeben.

Dieser berechnet sich aus: Wassermenge (m³) / Fläche (m²) x Zeit (s) = kf (m/s) Wasserdurchlässigkeit nach DIN 18130:

  • sehr stark durchlässig, z. B. reiner Kies: > 10-² m/s
  • durchlässig, z. B. feinkörniger Sand: 10-⁴ bis 10-⁵ m/s
  • sehr schwach durchlässig, z. B. Ton, Schluff: < 10-⁸ m/s

Pflaster und Platten gelten als versickerungsfähig, wenn die maßgebende Bemessungsregenspende von 270 l/(s x ha) vollständig versickern kann: 270 l/(s x ha) = 0,27 m³/s x 10.000 m² = 2,7 x 10-⁵ m/s

Ungebundene Bauweise

Abbildung von Konstruktion ungebundener Bauweise und verschiedenen Schichten
Bei der ungebundenen Bauweise enthält keine Konstruktionsschicht Bindemittel.
Die grundsätzlichen Anforderungen lauten, dass die Konstruktion dauerhaft wasserdurchlässig sein muss und sich aus Tragschicht (1), Bettung (2), Belagsmaterial (3) und Fugenfüllung (4) zusammensetzt.

Gebundene Bauweise

Bei der gebundenen Bauweise sind in allen Konstruktionsschichten Bindemittel enthalten. Dadurch lassen sich stabile, belastbare Beläge erstellen. Die Tragschicht muss so bemessen sein, dass keine schädlichen Verformungen entstehen.

Abbildung von Konstruktion gebundener Bauweise und verschiedenen Schichten an Terrassentür
Aufbau:
  • Tragschicht aus Drainbeton
  • drainfähiger Bettungsmörtel PCI Pavifix DM
  • Haftschlämme PCI Repahaft oder PCI Carrament
  • wasserundurchlässige Fugenmörtel PCI Pavifix CEM/CEM Rapid/ROC oder
  • wasserdurchlässige Fugenmörtel PCI Pavifix 1K Extra oder PCI Pavifix PU
  • Bewegungsfugen: PCI Elritan 140

Passend dazu

Mischbauweise für Natursteinpflaster, -platten und Outdoorkeramik

Bei der Mischbauweise wird unterschieden in Mischbauweise auf Tragschicht ohne Bindemittel mit gebundenen Fugen und

  • mit gebundener Bettung
  • mit ungebundener Bettung
Abbildung von Konstruktion für Mischbauweise für Natursteinpflaster, -platten und Outdoorkeramik
Aufbau mit gebundener Bettung:
  • ungebundene Tragschicht
  • gebundene Bettung aus PCI Pavifix DM
  • Haftschlämme PCI Repahaft oder PCI Carrament
  • Belag aus Natursteinplatten oder Outdoorkeramik
  • wasserundurchlässige Fugenmörtel PCI Pavifix CEM/CEM Rapid/ROC - für Natursteinpflaster - oder wasserdurchlässige Fugenmörtel PCI Pavifix 1K Extra - für verfärbungsunempfindliche Natursteinplatten und Outdoorkeramik - oder PCI Pavifix PU
  • Bewegungsfugen: PCI Elritan 140

Passend dazu

Aufbau mit ungebundener Bettung:

  • ungebundene Tragschicht
  • ungebundene Bettung
  • Belag aus Natursteinpflaster, -platten oder Outdoorkeramik
  • wasserdurchlässige Fugenmörtel PCI Pavifix 1K Extra (für verfärbungsunempfindliche Natursteinplatten und Outdoorkeramik) oder PCI Pavifix PU
  • Bewegungsfugen: PCI Elritan 140

Passend dazu

Anschlüsse ans Gebäude

Abbildung von Aufbau mit ungedundener Bettung
Bei der Errichtung von Außenanlagen bilden Gebäudesockel oftmals die Begrenzung von Pflasterflächen. Hier ist besonderes auf eine funktionssichere Abdichtung der Wandflächen zu achten, damit Niederschläge nicht eindringen und sich somit Feuchteschäden verhindern lassen.
Für das Abdichten am Gebäudesockel kann verwendet werden:
  • polymermodifizierte Bitumendickbeschichtung PMBC PCI Pecimor 1K/2K
  • Kaltselbstklebebahn KSK PCI Pecithene
  • mineralische Dichtungsschlämme MDS PCI Barraseal Turbo

Passend dazu

Andichten an bodengleiche Fenster

Abbildung von Gebäudesockel-Konstruktion mit verschiedenen Elementen andichtend an bodengleiche Fenster
Der wasserdichte Übergang zu bodengleichen Fenstern ist mit Systemkomponenten herstellbar.
Bei Abdichtungen mit KSK:
  • Dichtecken PCI Pecithene I 90/A 90

Bei Abdichtungen mit PMBC und MDS:
  • Dichtband PCI Pecitape 120/250/PB
  • Dichtecken PCI Pecitape 90 °I/90 °A

Tiefgarage - Schutz der aufgehenden Betonbauteile

Grenzen durchlässige Pflaster-Bodenflächen an Betonoberflächen von Wänden und Stützen an, sind diese vor schädigender Belastung durch Salzwasser zu schützen. Hierfür eignen sich Beschichtungen, die die Anforderungen der RiLi-SIB („Richtlinie Schutz und Instandsetzung von Betonbauteilen“, herausgegebenvom Deutschen Ausschuss für Stahlbeton) an einen OS5b-Oberflächenschutz erfüllen.

Vorgehensweise:

Abbildung von Konstruktion Stütze von Tiefgarage mit verschiedenen Elementen
  • Außenecken abschrägen, in Innenecken eine Hohl-/Dichtungskehle mittels PCI Polyfix Plus L herstellen
  • Grundieren der trockenen Oberflächen mit PCI Gisogrund 404
  • mind. zweimaliges Auftragen von PCI Barraseal Turbo, Trocken-Schichtdicke mind. 2 mm.

Passend dazu

Schachtringe und Entwässerungsrinnen

Arbeiter dichtet Schachtring ab
Schachtabdeckungen und Entwässerungsrinnen sollen oberflächenbündig mit dem Pflasterbelag eingebaut werden. Dabei sind Ausgleichsringe aufzusetzen, Rinnen zu fixieren und Hohlräume zu vergießen.
Die dabei verwendeten Materialien müssen frost- und tausalzbeständig sein, sowie, insbesondere im Fall von zeitbedrängten Sanierungen, schnell erhärten und belastbar sein.
Dafür sind geeignet:
  • PCI Polyfix Plus/Plus L, Fluid

und besonders bei tiefen Temperaturen:
  • PCI Repafast Tixo/Fluid

Passend dazu

PCI Logo

PCI

Zur PCI Gruppe gehören die Marken PCI und Thomsit. PCI bietet Lösungen für die Verlegung von Fliesen- und Natursteinbelägen sowie Pflasterbelägen. Auch für die Betonreparatur und Bauwerksabdichtung bis hin zur Bodenschichtung hat PCI überzeugende Produkte und Produktsysteme. Thomsit ist die dynamische Marke für die Fußbodentechnik. Seit 2017 Teil der PCI Gruppe, hat sie ein top aktuelles Produktsortiment für alle Anforderungen der Bodenverlegung.

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