Die häufigsten Fragen
Kann die Außenwand wieder mit dem gleichen Putz verputzt werden wie zuvor?
Nur wenn das Mauerwerk ausgetrocknet ist und keine Salzbelastung vorliegt, kann wieder mit einem passenden Außenputz saniert werden. Ist das Mauerwerk noch feucht, kann ein Sanierputz eingesetzt werden.
Können im Hochwasser bauschädliche Bestandteile enthalten sein?
Diese Möglichkeit besteht sehr wohl. Im Hochwasser sind unter Umständen viele Stoffe gelöst, die bauschädliche Salze bilden können. Damit der neue Putz nicht schnell wieder Schäden zeigt, sollte der betroffene Wandabschnitt auf seine Salzbelastung hin untersucht werden. Liegt eine Salzbelastung vor, so hilft nur ein geeignetes Sanierputzsystem.
Wie muss der Übergang von Altputz zu Neuputz aussehen?
Neuer Putz lässt sich nicht immer übergangslos an die vorhandenen Putzflächen anarbeiten. Tut man dies dennoch, muss mit einem Schwindriss gerechnet werden. Darum ist die Einhaltung einer ausreichenden Zwischenstandzeit vor der weiteren Beschichtung (Anstrich oder Oberputz) sehr wichtig. Eine komplette Überarbeitung der Alt- und Neuputzflächen mit einem geeigneten Spachtelputz vermeidet sichtbare Übergänge.

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Vorgehensweise bei Außenputz
Den geschädigten Putz bis ca. 1 m oberhalb der sichtbaren Schadenshöhe entfernen. Mauerwerk reinigen und abtrocknen lassen.
- Haftspritzbewurf mit SanovaPre Haftvermittler (mit hohem Sulfatwiderstand) für feuchtes und salzhaltiges Mauerwerk
- Unterputzauftrag mit SanovaPor und dann: Sanova SP Grey, Sanova SP Grano, Sanova SP HS oder Sanova SP White
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Für Außenputz auf feuchtem, aber nicht salzbelasteten Untergrund
Als weitere Variante steht Ihnen unser SanovaPor auch in der zweischichtigen Verarbeitungsweise – als Unter und Oberputz – zur Verfügung. Porengrundputze haben ebenso einen porigen Aufbau wie Sanierputze. Da sie aber weniger wasserabweisende Zusätze enthalten, leiten sie Feuchtigkeit viel schneller an die Oberfläche und unterstützen damit die Austrocknung. Weil es dabei aber zu einer nassen Oberfläche kommen kann, ist eine Beschichtung mit Farben nicht so schnell möglich, wie bei Sanierputzen.
Abdichtungen als Feuchteschutz für Wände
Um die Feuchteaufnahme der Wände in Zukunft zu minimieren, lassen sich dichtere Putze oder Beschichtungen auf dem Mauerwerk aufbringen. Speziell bei der Verwendung von Sperrputzen ist aber wegen deren höherer Festigkeit im Vorfeld zu klären, ob das Mauerwerk hierfür geeignet ist. Hier unterstützt Sie Ihr zuständiger Baumit Fachberater.
Wenn der Putz im erdberührten Bereich ausgewechselt wird, kann mit einem Sperrputz wie SanovaBar gleichzeitig etwas für den Feuchteschutz und die mechanische Widerstandsfähigkeit getan werden.
Abdichtungen im Keller oder im erdberührten Kelleraußenwandbereich lassen sich mit DichtungsSchlämme DS 26 Flex – auch auf feuchten Untergründen – ausführen.
Nach der Sanierung
Auch wenn die Sanierungsarbeiten schon durchgeführt wurden, ist der Trocknungsprozess des Gebäudes noch nicht abgeschlossen. Achten Sie darauf, dass die Feuchtigkeit immer aus den Räumen entweichen kann und sich kein Kondenswasser bildet – der Wasserdampf sollte stetig und ohne Behinderung aus den Bauteilen austreten können.
Nach einer Hochwassersanierung unbedingt zu beachten:
- Wände freihalten, um die Austrocknung nicht zu behindern.
- Große Möbel mindestens Handbreit von der Wand rücken, um Hinterlüftung zu gewährleisten. Am besten wäre es, diese großen Möbelstücke nicht im Raum zu haben – ersetzen Sie diese z. B. durch offene Regale.
- Um feuchte Luft dauerhaft abzuführen, stoßlüften Sie per Hand oder nutzen Sie eine Lüftungsanlage.
- Wenn sich auf salzbelasteten Wänden weiße „Salzausblühungen“ an der Oberfläche zeigen, dann können diese auch erst mal abgekehrt bzw. abgebürstet werden
*Quelle: Schäden am Bauwerk durch Hochwasser – Erste Maßnahmen (Zentralverband Deutsches Baugewerbe. August 2021)
