Gutes Sprachverständnis bei gleichzeitig geringem Störschallpegel
Die wenigsten Menschen arbeiten in Einzelbüros. Im Gegenteil, neben dem klassischen Großraumbüro haben sich neue Formen wie Gruppenbüros, Callcenter und offene Bürolandschaften etabliert, denen eins gemein ist: Es arbeitet eine Gruppe von Menschen in einem Raum – mit entsprechender Geräuschkulisse. Die entwickelt sich aus diversen Quellen: Stimmengewirr durch Gespräche und Telefonate, technische Geräusche der Computer, Drucker und Telefone, aber auch Klimaanlagen. Für die meisten Menschen sind Lärmbelastungen der größte Störfaktor in einem Büro, noch vor weiteren Umgebungsfaktorenwie Klima und Licht. Durch den Lärm empfinden die Arbeitenden Stress.
Blutdruck sowie Herzfrequenz steigen. Laut der Arbeitsstättenverordnung soll daher der Schalldruckpegel bei der Arbeit so niedrig wie möglich gehalten werden. Gemäß der Bildschirmarbeitsverordnung, Punkt 17, muss bei der Gestaltung des Arbeitsplatzes der Lärm, der durch die Arbeitsmittel verursacht wird, berücksichtigt werden, um eine Beeinträchtigung der Konzentration und der Sprachverständlichkeit zu vermeiden. Genau beschrieben wird das in dem Leitfaden für Gestaltung: Bildschirm- und Büroarbeitsplätze (DGUV Information 215-410): Der Beurteilungspegel, der Mittelwert über einen ganzen Arbeitstag, an Bildschirm- und Büroarbeitsplätzen unter Berücksichtigung der von außen einwirkenden Geräusche soll möglichst niedrig sein. Er darf höchstens 55 Dezibel (dB(A)) bei Tätigkeiten mit hoher Komplexität beziehungsweise 70 dB(A) (mittlere Komplexität) betragen. Aber: Ein Mensch spricht – ohne zu schreien – bereits mit einem Schalldruckpegel von rund 63 dB(A).

Schalldruck, Frequenz und Nachhallzeit
Der Schalldruck ergibt sich aus Teilchenbewegungen der Luft, die sich in Wellenform fortpflanzen. Gleichzeitig hört der Mensch je nach Frequenzbereich, also der Höhe des Tons, Töne mit gleichem Schalldruckpegel leiser beziehungsweise lauter. Frequenz und Schalldruckpegel bestimmen die Lautstärkeempfindung. Das menschliche Ohr nimmt Schallsignale in dem Frequenzbereich von etwa 16 Hz bis 20.000 Hz wahr, wobei gesprochene Töne zwischen 125 Hz und 8.000 Hz liegen. Um Sprache klar und deutlich verstehen zu können, zum Beispiel in einem Konferenzraum, sollte dieser Frequenzbereich möglichst ungestört wahrnehmbar sein.
Umgekehrt sollten Störungen durch Sprache, etwa in einem Großraumbüro, vermindert werden, indem der Schall in diesem Frequenzbereich absorbiert und die Sprachverständlichkeit verringert wird. Eine wichtige Rolle spielt dabei die Nachhallzeit, also die Zeit, die vergeht, bis sich der Schalldruckpegel eines beendeten Geräusches um 60 db(A) verringert hat. Sie gibt Auskunft über die akustische Qualität des Raumes. Bei einer langen Nachhallzeit überlagern sich die Geräusche, und die Sprachverständlichkeit verschlechtert sich. In Büros wird eine Nachhallzeit je nach Raumgröße von 0,5 Sekunden bis 0,8 Sekunden angestrebt.
Maßnahmen für bessere Akustik
In Büroräumen stehen eine möglichst gute Sprachverständlichkeit über kurze Entfernungen und ein möglichst geringer Störschallpegel als Anforderungen im Vordergrund. Beides wird durch eine schallabsorbierende Verkleidung von Raumoberflächen erreicht, die die Schallenergie in einem Raum verringert, indem sie die Schallreflexion reduziert. Als Norm gilt ein Schallabsorptionsgrad von circa 0,35. Der wird erreicht, wenn rund 35 Prozent der Raumoberfläche 100-prozentig absorbierend sind. Ist die Absorptionsfähigkeit des Materials geringer, ist eine entsprechend größere Fläche erforderlich. Neben der Raumgröße beeinflussen eine ganze Reihe von Faktoren die Raumakustik:
In Büroräumen stehen eine möglichst gute Sprachverständlichkeit über kurze Entfernungen und ein möglichst geringer Störschallpegel als Anforderungen im Vordergrund. Beides wird durch eine schallabsorbierende Verkleidung von Raumoberflächen erreicht, die die Schallenergie in einem Raum verringert, indem sie die Schallreflexion reduziert. Als Norm gilt ein Schallabsorptionsgrad von circa 0,35. Der wird erreicht, wenn rund 35 Prozent der Raumoberfläche 100-prozentig absorbierend sind. Ist die Absorptionsfähigkeit des Materials geringer, ist eine entsprechend größere Fläche erforderlich.
Neben der Raumgröße beeinflussen eine ganze Reihe von Faktoren die Raumakustik:
- Decken
- Wände
- Böden
- Möbel wie Schränke und Regale
- Fenster
- Pflanzen
- Menschen
Zur Schallabsorbierung stehen Materialien wie Mineralfaserplatten, Akustikschaum, gelochte Gipskartonplatten, geschlitzte oder perforierte Holzpaneele, Akustikputz und mikroperforierte Schallabsorber zur Verfügung.
Im Deckenbereich kommen je nach räumlicher Gegebenheit diese Schallabsorber zum Einsatz:
Akustikdecken bieten sich an, wenn die Decke nicht vollständig verkleidet werden kann oder bei großer Raumhöhe mit entsprechendem Absorptionsbedarf. Die Baffel hängen vertikal von der Decke.
Deckensegel werden frei in den Raum abgehängt. Sie eignen sich besonders als nachträgliche Maßnahme. Diese Maßnahmen können mit schallabsorbierenden Wandverkleidungen, Trennwänden, Möbelflächen, Bodenbelägen usw. kombiniert werden.

