Bau- & Schnittholz
Vollholz
Als Vollholz oder Massivholz werden Holzerzeugnisse bezeichnet, deren Querschnitte aus einem Baumstamm herausgearbeitet und eventuell spanabhebend (Bohren, Fräsen, Hobeln, etc.) weiterverarbeitet wurden. Das Gefüge des Holzes wird, anders als bei Brettschichtholz und Holzwerkstoffen, nicht mechanisch oder mechanisch-chemisch verändert.
"(Quelle Text: Wikipedia)"
Schnittholz
Eichenstamm Blockware Der Begriff Schnittholz steht für eine Vielzahl an Rohholzprodukten, welche eines gemeinsam haben: massives Holz aus einem Stamm. Das Spektrum reicht von der unbesäumten Blockware bis hin zu Kantholz, Bohlen, Brettern und Leisten.
Schalungsholz
Schalungsbretter sind meistens aus Fichte oder Tanne gesägt und werden nach bestimmten Gütemerkmalen hinsichtlich von Astgrößen, Harzgallen und Rissen sortiert. Schalungsbretter werden in Längen zwischen 3 und 5 Metern angeboten. Diese sind in Breiten zwischen 8 bis 15 cm und in einer Stärke zwischen 18 bis 24 mm erhältlich.
Kanthölzer sind mit vier im rechten Winkel zueinander stehenden Kanten versehen, welche die Querschnittsfläche ergeben. Kanthölzer werden sowohl im Bauwesen als auch in der Möbeltischlerei eingesetzt. Sie dienen dort als Tischbeine, Verstrebungen, Lehnen und vieles andere.
Wir bieten Ihnen Kantholz für diverse Einsatzbereiche an.
Als Schnittholz nach DIN 68252 weisen Kanthölzer ein Mindestmaß von 6 cm auf, als Bauschnittholz (DIN 4074) 4 cm, und entsprechen jeweils maximal einem Dicken-Breitenverhältnis von 1:3. Sie unterscheiden sich dadurch von den langgezogeneren Querschnitten (Brettern oder Bohle), und kleineren - wie zum Beispiel Latten.
Beispiele für Einsatzformen von Kanthölzern als Bauschnittholz:
- Fachwerk, z. B. bei Häusern oder Brücken
- Dachsparren
Für eine Fachberatung sprechen Sie uns gern an.
Eine Dachlattung ist die Auflagerungskonstruktion für Dacheindeckung wie Dachziegel oder Dachpfannen. Man unterscheidet in Konterlatten und Traglatten. Die erforderlichen Dimensionen richten sich nach den baulichen und statischen Situationen. Etabliert haben sich für Dacheindeckungen und –situationen ohne besondere Belastungen die Querschnitte 30x50 mm sowie 40x60 mm.
Sobald Dachlatten eine statische Funktion übernehmen wie zum Beispiel bei einer Aufdachdämmung oder einem Sparrenabstand von über 1 m müssen diese rechnerisch nachgewiesen werden. Zusätzlich unterscheidet man in tragendes Bauteile ohne rechnerischen Nachweis. Hier zum Beispiel Konterlatten außer der eben genannten oder Traglattungen bei Achsabständen der Unterkonstruktion kleiner als 1 m. Traglatten ohne rechnerischen Nachweis sind die klassischen im Volksmund genannten Dachlatten. Gemäß der Fachregel des Dachdeckerhandwerks handelt es sich um eine Traglatte.
Tragendes Vollholz, darunter fallen ebenfalls die Traglatten, müssen heute gemäß EN 14081 mit einem CE Kennzeichen versehen sein. Traglatten sind nach DIN 4074 mindestens als S10 in trocken zu sortieren. Um in der Praxis die Sortierung besser erkennbar zu machen, hat man sich auf eine stirnseitige rote Markierung der Traglatten geeinigt. Dachlatten unter Dacheindeckungen werden gemäß DIN 68800 Teil 2 der Gebrauchsklasse 0 zugeordnet. Das bedeutet, dass ein chemischer Holzschutz nicht erforderlich ist. Damit ist der Einsatz von imprägnierten Latten nicht zulässig. Das gilt ebenfalls für Keil- und Kehlbohlen sowie für Unterkonstruktionen in einer Fassade.
Keilgezinktes Vollholz oder Konstruktionsvollholz ist das ideale Produkt für Konstruktionen im modernen Holzbau. Verwendung findet es heute bei fast allen Einsatzbereichen im Hausbau. Verwendung findet es heute bei fast allen Einsatzbereichen im Hausbau.
Egal ob Wand, Dach, Decke oder Boden – Konstruktionsvollholz hat das klassische technisch getrocknete Bauholz nahezu abgelöst. Der Vorteil liegt bei der optimalen Ausnutzung der Rohware, der gleichbleibenden Qualität sowie der standardisierten Produktion, damit einhergehend eben auch schnelle Verfügbarkeiten.
Konstruktionsvollholz wird aus heimischen Nadelhölzern wie Fichte oder Kiefer produziert. Aber auch resistentere Holzarten wie Lärche oder Douglasie kommen zum Einsatz. Nach dem Trocknen der Rohware wird das Holz nach Festigkeit (DIN EN 338) sortiert und Fehlstellen werden ausgekappt. Die Enden der Holzbalken werden mit einer Keilzinkung versehen und im Anschluss kraftschlüssig verleimt. Keilgezinktes Holz wird in der Produktnorm DIN EN 15497 geregelt, und deren Einsatz in der Anwendungsnorm DIN 20000-7. Das ganze wird über ein CE Kennzeichen sichergestellt.
KVH® ist ein Warenzeichen der Überwachungsgemeinschaft Konstruktionsvollholz e.V. Dort werden gegenüber der DIN 4074 erhöhte Anforderungen definiert, die mit diesem Qualitätssiegel dokumentiert und belegt werden sollen. Konstruktionsholz ist also nicht gleich KVH®. Es wird zwischen KVH® für Verwendung im sichtbaren Bereich (SI) und KVH® im nicht sichtbaren Bereiche (NSI) unterschieden. Überwiegende Verwendung findet im Holzbau die NSI Ware Verwendung. Vollholz mit Keilzinkenverbindung darf gemäß DIN EN 1995-1-1 nur in den Nutzungsklassen 1 + 2 verbaut werden. Durch seine technische Trocknung kann bei einem Einsatz in Gebrauchsklassen 0 auf den chemischen Holzschutz verzichtet werden.
Brettschichtholz besteht aus einzelnen, in der Länge durch Keilzinkung kraftschlüssig verbundenen Brettlamellen, welche in einem zweiten Arbeitsgang längs schichtweise verleimt werden.
Maßgeblich für die Herstellung von Brettschichtholz ist die DIN EN 14080. Als Rohstoff kommen überwiegend heimische und nordische Nadelhölzer zum Einsatz. Vereinzelt aber auch Laubhölzer. Ein In der Produktion von Brettschichtholz werden mehrere nach Festigkeit sortierte Bretter (sogenannte BSH Lamellen) zu einer beliebigen Höhe unter hohem Druck verleimt. Dadurch das die Anzahl der Lamellen ohne Probleme angepasst werden kann, sind die unterschiedlichsten Dimensionen möglich. Der Fachhandel hält eine hohe Anzahl von standardisierten Querschnitten für die verschiedensten Anwendungsbereiche bereit.
Brettschichtholz ist Dimensionsstabil, passgenau und lässt sich daher gut verarbeiten. Die Oberfläche ist vierseitig gehobelt und die kanten sind gefast. Durch die Verwendung von technisch getrockneten Lamellen, kann bei Verwendung in Nutzungsklasse 1 auf den chemischen Holzschutz verzichtet werden. Planen und Bauen mit Brettschichtholz ist individuell, sicher und wirtschaftlich. Brettschichtholz ist der Werkstoff für fortschrittliche und anspruchsvolle Konstruktionen und damit eine sinnvolle Alternative zu Stahl und Beton. BSH ist ein idealer Baustoff für den Wohnungsbau, Altbau, Sanierungsbereich und konstruktiven Holzbau. Dem Planer eröffnet die moderne Holzleimbauweise auch im Innenausbau vielfältige Gestaltungsmöglichkeiten. Sichtbar verbleibende Konstruktionen schaffen durch das charakterliche Erscheinungsbild und die natürliche Ausstrahlung des Holzes eine angenehme Atmosphäre.
Hobel- und Sägeware
Glattkantbretter:
Das sind allseitig gehobelte Bretter die unbehandelt aber auch behandelt im Handel angeboten werden. Die Kanten sind in der Regel gefast, das heißt leicht gebrochen. Sie werden in verschieden Breiten und Längen produziert und finden ihre Anwendung oft im Dachüberstand als Ortgang, bei Fenster- und Türlaibungen aber auch in der Fassade als Boden-Deckel Schalung.
Rahmen:
Als Rahmen bezeichnet man Latten- und Kantholzquerschnitte mit einer Abmessung von in der Regel maximal 90x90 mm. Diese sind meistens aus nordischer Fichte erzeugt und werden naturbelassen, aber sauber gehobelt und gefast geliefert. Verbaut werden Rahmenhölzer überall dort, wo es auf eine saubere sichtbare Hobelung von Lattenquerschnitten und dadurch zu einer sichtbaren Verwendung ankommt. Dies kann zum Beispiel eine Sichtkonstruktion im Innenausbau oder im Carportbereich sein.
Profilhölzer:
In die Familie der Profilhölzer kann man sämtliche mit Nut und Feder versehene Bretter packen. Profilbretter werden sowohl in roh als auch teilweise in behandelt geliefert. Auch hier entscheidet oft der spätere Einsatzzweck über die Form bei der Auslieferung. Der Fachhandel bietet hier ein sehr umfangreiches Sortiment an Profilhölzern an. Dieses variiert in den Stärken und Profilierungen. Für den Innenausbau werden oft klassische Spundungen gewählt. In der Fassade finden seit einigen Jahren aber vermehrt sogenannte Keilspundungen Anwendung. Diese haben den Vorteil, dass das Regenwasser gut von der Fassade ablaufen kann. Unterstützt wird das Ganze noch durch eine Tropfkante im unteren Bereich des Brettes. Seit Jahren bewährt sowohl im Innen- als auch im Außenbereich sind Fasebretter. Diese bilden nach der Velegung zwischen den einzelnen Brettern eine kleine V-Fuge. Dieses Profil ist zum Beispiel bei sichtbaren Deckenkonstruktionen sehr beliebt.
Rauspund:
Rauspund ist ein Universalbrett im Bauwesen. Als Rauspund werden Bretter bezeichnet, die mit einer „Spundung“, also einer Nut und Feder Verbindung, versehen sind. Um eine gleichmäßige Stärke zu bekommen, wird eine Seite des Brettes egalisiert. Anwendung findet Rauspund in der Regel als Schalung im Fußboden oder auf dem Dach. Soll der Rauspund tragende Funktionen übernehmen ist er nach DIN 4074 zu sortieren.
Leisten gibt es in allen möglichen Profilen, Dicken, Stilrichtungen und Farben. Sie sind bekannt als Fußboden- oder Sockelleisten, Abschluss-, Abdeck- und Verbindungsleisten.
Unbehandelte Leisten gibt es in den Holzarten Kiefer, Fichte, Ramin, Buche, Eiche, Ahorn und anderen Holzarten. Auch folien- oder furnierummantelte Leisten finden Sie praktisch in allen gängigen Holzdekoren und modernen Farbmustern. Das Trägermaterial dieser Leisten besteht aus Holz oder mitteldichter Faserplatten (MDF), die profiliert worden ist.
Ein neues Sortiment stellen die modernen Designleisten dar. Sie ermöglichen auf einfache Weise tolle Effekte bei der Raumgestaltung.
- Designleisten: Die Kombination von Paneelen und farbigen Leisten ermöglicht individuelle Wandgestaltungen. Eine saubere Lösung: Leisten schließen einen Wandbelag auf interessante Weise ab.
- Profilleisten: Gibt es in den unterschiedlichsten Formen: Glatt und profiliert, geschwungen und mit sanften Rundungen oder auch Barock verschnörkelt. Die schlichte Tapetenleiste ist ebenso eine Profilleiste wie der breit ausladende Bilderrahmen. Die wahre Form des Profils erkennen Sie übrigens nur im Querschnitt.
- Fußbodenleisten: Größter Beliebtheit erfreuen sich Fußbodenleisten für schöne Raumabschlüsse. Auch praktische Leisten mit Platz zum Verstecken von Rohren und Kabeln sind erhältlich.
Naturfassaden aus massivem Holz der Osmo Holz und Color GmbH & Co. KG bieten eine enorme Vielfalt bei der Gestaltung der Außenwände eines Hauses. Im Trend liegen unangefochten farbige Fassadensysteme und -profile sowie die Kombination der Fassadenhölzer mit anderen Materialien. Für Schutz und lange Haltbarkeit des natürlichen Werkstoffs sorgen die von Osmo selbst entwickelten und produzierten Holzanstriche.
Natürlicher Charme oder farbliche Gestaltung
Individualität wird bei Osmo in allen Bereichen großgeschrieben. Die angebotenen Fassadenhölzer zeigen sich hinsichtlich Holzarten, Lasuren und Farben flexibel. Zu den ausgewählten, hochwertigen Hölzern, die bei der Fertigung der Fassadenprofile zum Einsatz kommen, zählen Nordische Fichte, Weißtanne, Sibirische Lärche und Douglasie.
Mit der Osmo Holzschutz Öl-Lasur können die Oberflächen anschließend dezent weiter veredelt werden, damit die Natürlichkeit und Lebendigkeit der ausdrucksstarken Farbgebung und charakteristischen Maserung betont wird. Deckende Farbtöne gelingen mit der Osmo Landhausfarbe Extra, die in fast allen RAL- und NCS-Farbtönen erhältlich ist.
Individualität durch Massivholzfassaden
Dass eine Holzfassade auch aktuellen Trends folgen kann, lässt sich nicht nur durch eine farbliche Oberflächenbehandlung beeinflussen. Mit der Vergrauungslasur von Osmo erzeugt man beispielsweise eine edle Patina uralter Almhütten oder Bootsstege.
Die Osmo Holzschutz Öl-Lasur Effekt eignet sich dagegen für die Ansprüche moderner Architektur und überzeugt durch vier attraktive Silber-Metallic-Farbtöne. Besonders klare Linien werden auch mit horizontal verlegten Rautenprofilen mit Nut und Feder geschaffen.
Wie auch in anderen Bereichen der Architektur üblich, entscheiden sich immer mehr Bauherren bei der Gestaltung der Fassade für einen Materialmix. In Kombination mit Betonmauerwerk, dem Werkstoff Aluminium oder dominierenden Glasflächen verstärken Holzfassaden die moderne und lebendige Ausstrahlung eines Gebäudes.
Plattenwerkstoffe
Zur Verleimung werden modifizierte MUF-Harze verwendet. Durch die Wahl der Dicke der einzelnen Lagen können die elastomechanischen Eigenschaften, auch bei Platten gleicher Dicke, stark unterschiedlich sein.
Die Mehrschichtplatten dürfen in Abhängigkeit von der Verleimungsart und Holzschutzmittelbehandlung dort eingesetzt werden, wo die Verwendung von Platten der Holzwerkstoffklassen 20, 100 und 100 G nach DIN 68800-2 in den technisch bauaufsichtlich eingeführten Bestimmungen erlaubt ist.
Einsatzbereiche: Laut den bisher erteilten Zulassungsbescheiden dürfen alle mehrschichtigen Massivholzplatten als tragende und aussteifende Beplankung für die Herstellung von Wand-, Decken- und Dachtafeln für Holzhäuser in Tafelbauart nach DIN 1052-3 verwendet werden.
Faserdämmplatten sind vielseitig einsetzbar. Sie bieten viele Vorteile - der größte ist Wärmeschutz. Damit sorgen die Faserdämmplatten nicht nur für Behaglichkeit, sondern tragen auch zum Energiesparen bei. Im Winter müssen Wärmedämmstoffe die Kälte abhalten. Im Sommer hingegen sorgen sie für ein thermisch angenehmes Raumklima.
Wärmeschutz
Die hohe Wärmedämmleistung sorgt nicht nur für Behaglichkeit, sondern hilft auch beim Energiesparen.
Hitzeschutz
So sollten Wärmedämmstoffe eine relativ hohe Masse besitzen und eine Struktur aufweisen, die es erlaubt, möglichst viel Wärme möglichst lange zu speichern. Solche Eigenschaften bewirken, dass die Hitze nicht direkt in den Innenraum gelangt, sondern im Dach und in den Wänden während des Tages gespeichert und erst in der Nacht wieder abgegeben wird.
Schallschutz
In der Leichtbauweise mit Holzwerkstoffen besteht eine der grössten Herausforderungen in der Schalldämmung. Dieser Faktor muss bereits bei der Auswahl aller zu verwendenden Materialien berücksichtigt werden. Im Vergleich zu herkömmlichen Dämmstoffen verfügen Holzfaserplatten über eine hohe Masse, die schalltechnisch hochwertige Konstruktionen ermöglicht. Moderne Dämmstoffe bieten nicht nur für die Luftschall- sondern auch für die Trittschalldämmung und die Schallabsorption in allen Frequenzbereichen sehr gute Eigenschaften.
Brandschutz
Im Brandfall entsteht beim Bauteil an der Holzfaserdämmstoff-Oberfläche eine Ascheschicht, die eine Sauerstoffzufuhr und somit eine schnelle Brandausbreitung behindert. Giftige Rauchgase werden hierbei nicht freigesetzt. Die sehr geringe Erwärmung bei Holzfaserplatten verzögert im Vergleich zu Mineralfaserdämmstoffen im Brandfall die rasche Entzündung weiterer Schichten.
Die Spanplatte ist der meistverbreitete Holzwerkstoff und aus dem täglichen Leben nicht mehr wegzudenken. Spanplatten werden in vielfältiger Weise eingesetzt, überwiegen im Möbel und Innenausbau. Dafür werden OSB Platten aufgrund ihrer hohen Festigkeitswerte im Holzbau, aber auch im Messe- und Innenausbau verwendet.
Die Rohspanplatte wird aus unbehandelten Frisch- aber auch Resthölzern aus der Forst- und Sägeindustrie hergestellt. Zum Einsatz kommt hier hauptsächlich Nadelholz aus den ums Werk regionalen Forsten, um die Transportwege möglichst kurz zu halten. Der Anteil von harten Laubhölzern ist eher gering. Die Späne ist eher kleinteilig und wird in der Regel parallel zur Platte in loser Form positioniert. Als Klebstoffe kommen je nach Plattentyp unterschiedlichste Leime und Klebstoffe zum Einsatz. Als Produktnorm gilt hier die DIN EN 312. Dort werden unter anderem je nach Nutzungsklasse unterschiedliche Plattentypen (P1-P7) unterschieden.
OSB (Oriented Strand Board): Im Gegensatz zur Rohspanplatten werden bei den OSB Platten gröbere Späne in einer speziellen Anordnung verleimt. Die Späne in den Deckschichten verlaufen längs, in den Mittelschichten quer zur Fertigungsrichtung. Durch diese besondere Anordnung weisen OSB in Längs- und Querrichtung unterschiedliche Eigenschaften auf, welche sich sehr positiv auf die Belastung und Einsatzbereiche der Platten auswirken. OSB sind wesentlich stärker statisch belastbar als zum Beispiel Rohspanplatten. OSB werden daher überwiegend im modernen Holzbau als Aussteifung der Wände und Decken eingesetzt. In der Regel übernehmen sie aufgrund ihrer bauphysikalischen Eigenschaften auch die Aufgabe der Luftdichtung. Je nach Einsatzgebiet gibt es unterschiedliche Dimensionen und Abmessungen. Für Fußböden werden Nut und Feder Platten angeboten.
Verlegeplatten sind sozusagen Rohspanplatten mit einer umlaufenden Nut und Feder Fräsung. Dadurch eignen sie sich besonders für Fußbodenaufbauten unter schwimmenden Belägen. Verlegeplatten sind je nach Hersteller oft auch aus noch kleineren Spänen als Rohspan hergestellt.
Die DWD ist eine diffusionsoffene Wand- und Dachplatte. Es handelt sich hierbei um eine leichte mitteldichte Holzfaserplatte mit zusätzlicher Hydrophobierung.
Die Holzfasern sind mit einem geringen Bindemittelanteil und Paraffin im Trockenverfahren verpresst und somit formaldehydfrei wie gewachsenes Holz. Die Faserplatte kann als Außenbeplankung im Dach- und Wandbereich als 2. wasserführende Schicht eingesetzt werden. Mit einer bauaufsichtlichen Zulassung kann die Platte für Wand- und Dachtafeln gemäß DIN 1052-3:2004-08 verwendet werden. Sie darf zur Knick- und Kippaussteifung der Rippen und als mittragende Beplankung zur Aufnahme von Windlasten verwendet werden.